Solarkataster Lindenberg

in Kooperation mit der Sparkasse Lindenberg

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

herzlich willkommen auf unseren Internetseiten zum Solarpotenzial der Stadt Lindenberg.

Wir möchten Sie auf diesen Seiten über das Solarpotenzial der Stadt informieren und geben Ihnen Gelegenheit, im Solarpotenzialkataster gebäudescharfe Informationen abzurufen.
Zusätzlich erhalten Sie Hinweise zu Planung und Bau einer eigenen Solaranlage und wertvolle Links auf weiterführende Seiten.

Bitte beachten Sie, dass die Analyseergebnisse des Solarpotenzialkatasters auf einem automatisierten Verfahren (Datenbasis der Laserscandaten ist das Jahr 2008) basieren, d.h. die Ergebnisse dienen Ihrer ersten Information, sie ersetzen aber nicht die Fachberatung durch einen qualifizierten Installateur und erfolgen ohne Gewähr.

Wir laden Sie ein, sich auf unseren Seiten zu informieren und Anregungen für die eigene Solaranlage zu sammeln.

Hier gelangen Sie zum Solarkataster Lindenberg.

In Kooperation mit dem Kreis Lindau und den Gemeinden und Städten des Kreises wurde das Solarkataster analog dem Lindenberger Modell für den Kreis mit Start 03.09.2018 übernommen.

Über den folgenden Link gelangen Sie zum Solarpotentialkataster des Kreises:

Solarkataster Kreis Lindau.

 

Was kann das Solarkataster - Sinn und Zweck

Die Stadt Lindenberg hat gemeinsam mit der Sparkasse Lindenberg ein Solarkataster erstellen lassen. Dabei handelt es sich um eine online bereitgestellte Karte der Lindenberger Dachflächen.

Ziel ist, den Lindenbergern eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, so dass jeder Verbraucher einen kleinen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Innerhalb von wenigen Klicks erfahren die Lindenberger dort nicht nur, ob ihr Dach grundsätzlich für eine Photovoltaikanlage geeignet ist, sondern auch, auf welchen Teilflächen wie viele Module am effizientesten arbeiten, wie hoch die Investitionskosten sind und ab wann man mit dem produzierten Strom schwarze Zahlen schreibt. Über einen Wirtschaftlichkeitsrechner können sie weitere Informationen zur Vergütung und dem Verbrauch erhalten oder direkt mit dem Ansprechpartner der Sparkasse Kontakt aufnehmen. Das Kataster soll den Hausbesitzern erleichtern einen neutralen, ersten Überblick zu erlangen. Beratung durch eine Fachplaner oder Installateur und hinsichtlich der Finanzierung durch einen Berater der Sparkasse im zweiten Schritt kann es natürlich nicht ersetzen.

Wirtschaftlich durch Eigenverbrauch – kleine Anlagen sind die Zukunft

Viele Hausbesitzer scheuen sich vor dem Aufwand bei der Installation und glauben oftmals, dass die Investition sich nicht lohnt - ein Trugschluss. Die Zeiten der großen Anlagen, die das gesamte Hausdach bedecken sind vorbei. Das Solarpotenzialkataster berücksichtigt insbesondere eine auf den potentiellen Eigenverbrauch optimierte Anlagengröße. Bei normalen Einfamilienhäusern sind das oft nur 8 – 10 Module. Die Optimierung der Anlagengröße ist deshalb wichtig, weil die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage mittlerweile stark davon abhängt, dass diese in einer angemessenen Größe zu dem Strombedarf ausgelegt ist. Dieses optimale Verhältnis zwischen der Größe der PV-Anlage und dem Strombedarf bzw. dem daraus abgeleiteten Eigenverbrauchspotenzial errechnet das Kataster und zeigt den Ausblick auf eine ökologisch und ökonomisch gute Rendite.

 

Wie funktioniert das Solarkataster


Im Solarkataster sind alle Gebäude innerhalb des Stadtgebietes abrufbar. Neben den Daten für die Sonneneinstrahlung liegt dem Solarkataster ein aktuelles digitales Geländemodell zugrunde. Grundlage für die Solarpotenzialanalyse sind Laserscannerdaten, die aus einer Überfliegung des Stadtgebietes stammen. Aus diesen Informationen wurde ein vereinfachtes Modell der Häuser und der umgebenden Objekte (z.B. Bäume) erstellt, das unter anderen die Dachflächen und -neigungen berücksichtigt. Einstrahlung und Verschattung wurden berechnet und stark verschatteten Bereiche als nicht geeignet identifiziert.
Für die übrigen Dachflächen, wurde die Einstrahlung für den Verlauf eines ganzen Jahres bestimmt.


 

Dachflächen mit hervorragender Eignung sind grün dargestellt

Die am besten geeigneten Dächer erscheinen in grüner Farbe. Dort ist die Sonneneinstrahlung sehr hoch. In Lindenberg zeigt sich die Dachlandschaft aufgrund der vergleichsweise sehr guten Sonneneinstrahlung fast einheitlich in grün. Doch obwohl die Voraussetzungen deutschlandweit vor allem im Bereich der solaren Energiegewinne nicht besser sein könnten, nutzen die Bewohner Lindenbergs erneuerbare Energien noch sehr wenig. Fast zwei Drittel des gesamten Strombedarfs in Lindenberg könnte durch Photovoltaik gedeckt werden, wie die Entwickler des Solarkatasters errechnet haben. Bisher deckt Lindenberg aber nur 3 Prozent seines Strombedarfs mit der Sonnenenergie ab.

Lindenberg wird Gestalter der Energiewende 2014

Ministerialdirigent Rudolf Escheu überreich die Auszeichnung

Die Stadt Lindenberg hat für ihr Solarkataster und ihre Rolle als Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Energiewende die Auszeichnung Gestalter der Energiewende erhalten.
Am 14.04. wurde sie offiziell von Ministerialdirigent Rudolf Escheu vom Bayerischen Wirtschaftsministerium stellvertretend an die Klimaschutzmanagerin Petra Sommer übergeben.

Neue Funktion

Berücksichtigung Elektro-Fahrzeug bei der Energiebedarfs- und Wirtschaftslichkeitsberechnung

Die Energiewende stellt auch für Kommunen eine große Herausforderung für die kommenden Jahr-zehnte dar. Die Umsetzung des übergeordneten Ziels, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40% gegenüber 1990 zu senken, bedeutet erhebliche Veränderungen auf kommunaler Ebene. Nach dem Ausbau der dezentralen Energiegewinnungsanlagen steht das Thema Elektromobilität im Fokus. Zur Erreichung einer nachhaltigen Energie- und Verkehrspolitik kann Elektromobilität einen wesentlichen Beitrag leisten und wird dementsprechend mit besonderem Augenmerk gefördert.

Das aktuellste Update - die Möglichkeit zur Berücksichtigung eines Elektrofahrzeugs in den Energie-bedarfs- und Wirtschaftlichkeitsrechnungen des Solarpotenzialkatasters - bietet den Bürgerinnen und Bürgern umfassende Informationen und Berechnungen rund um das Thema E-Mobilität im Zusammenhang mit Solarstromgewinnung.

Mit diesem Update ist es in den Solarpotenzialkatastern der tetraeder.solar gmbh möglich, ein Elektrofahrzeug und damit einhergehend den zusätzlichen Strombedarf bei der individuellen Auslegung einer Photovoltaikanlage in die Berechnung mit aufzunehmen.

Sofern sich der Nutzer für die Berücksichtigung eines Elektrofahrzeuges entscheiden hat, führen weitere Fragen zur individuellen Planung. Dabei ist es von Bedeutung welche Größe das zu berücksichtigende Elektrofahrzeug hat, da je nach Größe des PKW unterschiedlich viel Speicher zur Verfügung steht und somit neben dem Verbrauch auch die Reichweite variiert.

Für die optimale Auslegung einer Photovoltaikanlage unter Berücksichtigung des benötigten Stroms für ein E-Mobil ist es zudem wichtig zu wissen, wann das Fahrzeug geladen werden kann. Dazu stehen dem Interessenten unterschiedliche Ladezeiten-Profile zur Auswahl, woraus die aus der Photo-voltaikanalage generierten kWh, die pro Tag zum Laden des Elektrofahrzeugs zur Verfügung stehen, errechnet werden. Im Normalfall steht das Fahrzeug abends und nachts (17-7 Uhr) zuhause, wenn kein Solarstrom vorhanden ist. Steht das Fahrzeug ganztägig (24 h) zum Laden bereit, ist eine höhere Eigenverbrauchs- und Autarkierate möglich, da mehr Sonnenenergie tagsüber getankt werden kann. Im besten Fall wird solaroptimiert zwischen 9 Uhr und 16 Uhr geladen. Als Vergleichswert werden ebenfalls die tatsächlich benötigten kWh pro Tag ausgegeben, sodass dem Interessenten des Dienstes transparent verdeutlicht wird, wie viel Strom zum Laden des Elektrofahrzeugs eventuell  zugekauft werden muss. Abgerundet wird der Informationsgehalt durch die Ausgabe der Strecke pro Jahr die abhängig von der Auslegung der Solaranlage solarbetrieben zurückgelegt werden kann.

Zur noch detaillierteren Planung steht ein Dropdown-Menü mit weiteren Optionen zum Thema bereit. Hier können verschiedene Parameter, wie die durchschnittliche Tagesstrecke, der Verbrauch, die Speicherkapazität sowie die Ladeleistung, individuell angepasst werden.

Über die „Fragezeichen-Buttons“ werden dem Nutzer folgende Hintergrundinformationen zu den Parametern bereitgestellt:

Durchschnittliche Tagesstrecke: Die täglich gefahrene Strecke ist maßgeblich für die vom Elektro-fahrzeug benötigte Energie. Der voreingestellte Wert von 38 km stammt aus Statistiken des Kraftfahrtbundesamtes. Dies entspricht einer Jahreskilometerleistung von etwa 14.000 km.

(Quelle: 2018 Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), Verkehr in Kilometern der deutschen Kraftfahrzeuge im Jahr 2017)

Verbrauch: Um die täglich benötigte Strommenge berechnen zu können, muss ein Verbrauch des Elektrofahrzeugs angenommen werden. Dieser ist abhängig von der gewählten Fahrzeuggröße. Der Standardwert für kleine Elektrofahrzeuge beträgt 12 kWh / 100 km, bei mittelgroßen Elektrofahrzeugen 15 kWh / 100 km und bei großen E-Fahrzeugen 20 kWh / km.

Speicherkapazität: Die Batteriekapazität ist die „Tankgröße“ von Elektrofahrzeugen. Durch die Größe des Akkus wird die Reichweite eines PKWs definiert. Der Standardwert für kleine Elektrofahrzeuge beträgt 15 kW, bei mittelgroßen Elektrofahrzeugen 35 kW und bei großen E-Fahrzeugen 70 kW.

Ladeleistung: Die Ladeleistung bestimmt wie schnell der Akku eines Elektrofahrzeugs geladen wer-den kann. Diese wird durch Spannung, Anzahl der Phasen und durch die Stromstärke beschrieben:

Ladeleistung (3,7 kW) = 1 Phase * 230 V * 16 A
Ladeleistung (11 kW) = 3 Phasen * 230 V * 16 A
Ladeleistung (22 kW) = 3 Phasen * 230 V * 32 A

Ihre Ansprechpartnerin

Irene Juhre
Klimaschutzmanagerin

Tel. 08381 803-33
Fax 08381 803-633
Zimmer Nr. 3.37
irene.juhre@lindenberg.de

 

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