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Ausstellungen

Neben unserer Daueraustellung im Deutschen Hutmuseum, gibt es verschiedene weitere Ausstellungen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten über aktuelle Termine sowie über unsere jährliche Ausstellung, die Westallgäuer Kunstausstellung.

"Verbaute Biographien - Künstler in der NS-Zeit"

In diesem Sommer gibt es eine ganz besondere Aussstellung in unseren Räumen. Unter dem Titel "Verbaute Biographien - Künstler in der NS-Zeit" zeigen wir von Samstag, den 20. Juli bis Sonntag, den 27. Oktober Werke von Künstlern, die unter dem nationalsozialistischen Regime als so genannte "entartete Künstler" galten.

Wer heute Namen wie Wassiliy Kandinsky, Franz Marc, Käthe Kollwitz oder Otto Dix hört, hat Bilder großartiger Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts vor Augen. Gemein ist ihnen, dass sie Vertreter oder gar Begründer wichtiger Kunstströmungen sind. Gemein ist ihnen aber auch, dass sie in der NS-Zeit zu den so genannten „entarteten“ Künstlern zählten. Expressionistische Malerei, Dadaismus, Kubismus – eigentlich jede Form moderner Kunst – wurde durch die menschenverachtende nationalsozialistische Ideologie gebrandmarkt als abartige, kranke – eben „entartete“ Kunst. Die diffamierten Werke wurden aus deutschen Museen konfisziert, verkauft und zum Teil verbrannt. Über 20.000 Kunstwerke waren betroffen und den Künstlern damit ihre Daseinsberechtigung abgesprochen, ihr Lebenselixier genommen.

Das Deutsche Hutmuseum thematisiert mit der Ausstellung „Verbaute Biographien“ die Schicksale hinter den Bildern, zeichnet den Lebensweg der Künstler nach und lässt dabei die berühmten Vertreter, aber auch die Vergessenen zu Wort kommen. Unter den Verfemten waren auch Westallgäuer Künstler, denen ebenfalls ein Bereich in der Ausstellung gewidmet ist. Diese Künstler wie Netzband, Jacob und Websky reihen sich ein neben denen der Blauen Reiter wie Marc und Kandinsky und BRÜCKE-Maler wie Pechstein oder Erich Heckel. Gleichberechtigt daneben steht Hans Gassebner aus Blaubeuren, der zur „verschollenen Generation“ zählt: Hier hatte der künstlerische Weg gerade erst angefangen und wurde durch den nationalsozialistischen Terror gegen die freie Kunst jäh gestoppt. Danach konnte häufig nicht mehr an Erfolge von früher angeknüpft werden.

Dank der Leihgabe einer hochkarätigen Privatsammlung ist es dem Deutschen Hutmuseum möglich eine große Bandbreite an Geschichten zu erzählen. Mit über 40 Zeichnungen, Gouachen, Graphiken und Lithographien bebildern wir das Leben der Künstler und ihre Anknüpfungspunkte an dieses dunkle Kapitel der Kunstgeschichte.

Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie hier.

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Letzte Änderung: 06.07.2019 / 11:08 Uhr
Ausgedruckt am 20.11.2019 / 08:54