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Stadt Lindenberg

Energietipp

Energieteam Lindenberg

Alte Heizungspumpe austauschen, Strom sparen

Ältere Heizungsumwälzpumpen sind oft unterschätzte Stromfresser, da sie im Heizungskeller unbemerkt und ungeregelt rund um die Uhr laufen, oftmals überdimensioniert sind und unnötig viel Leistung aufnehmen. Sie passen sich gar nicht oder nur schlecht dem tatsächlichen Heizbedarf an. Alte Heizungspumpen können jährlich bis zu 600 Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen – mehr als ein Kühlschrank. Moderne Hocheffizienzpumpen sind deutlich sparsamer und verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Energie. Anstatt mit 60 bis 130 Watt arbeiten sie mit lediglich 3 bis 20 Watt elektrischer Leistung. Mit einem Pumpentausch lassen sich die Stromkosten in vielen Fällen um jährlich 100 oder mehr Euro senken. Die Investition von 300 bis 400 Euro für die neue Pumpe samt Einbau hat sich damit meist schon nach wenigen Jahren amortisiert.

Der Tipp wird im Rahmen des EU-Projekts SaveEnergyTogether gefördert. Weitere Infos unter www.saveenergytogether.eu und www.life-deutschland.de.

Energieberatung von eza! und Verbraucherzentrale in Lindenberg:
Energieberater: Thomas Kubeth
Wann: jeden 2. Mittwoch im Monat 13:30 – 17:30 Uhr
Wo: 88161 Lindenberg, Stadtplatz 1, Rathaus
Anmeldung: 08381 803-33

Energiesparend waschen

Beim Waschen und Trocknen lässt sich viel Energie sparen. Das fängt schon damit an, dass man seine Kleidung nur dann in die Waschmaschine steckt, wenn es wirklich nötig ist. Weiter geht es beim Waschen selbst, vor allem indem man eine niedrigere Waschtemperatur einstellt. Das Waschen mit 30 statt 40 Grad Celsius, was in der Regel voll ausreichend ist, senkt die Energiekosten um bis zu 40 Prozent, bei einer Waschtemperatur von 30 statt 60 Grad sogar um zwei Drittel. Etwa einmal pro Monat empfiehlt es sich, ein 60-Grad-Programm plus Vollwaschmittel zu wählen: Das hält die Waschmaschine hygienisch sauber. Ein weiterer wichtiger Tipp: Waschmaschine erst anschalten, wenn sie wirklich voll ist. Am besten nutzt man das Eco-Programm. Auf Vorwäsche kann man meist verzichten.

Thema Wäschetrockner: der gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt – die fertige Wäsche also am besten draußen an der Leine aufhängen. Übrigens: Die UV-Strahlen der Sonne leisten einen Beitrag zur Wäschehygiene. Falls die Wäsche nur in der Wohnung aufgehängt werden kann, sollte man für eine gute Belüftung sorgen, damit die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu hoch wird.

Der Tipp wird im Rahmen des EU-Projekts SaveEnergyTogether gefördert. Weitere Infos unter www.saveenergytogether.eu und www.life-deutschland.de.

Der WLAN-Router als Dauerstromverbraucher

Knapp 30 Prozent des Stromverbrauchs in den deutschen Haushalten gehen mittlerweile auf das Konto der Unterhaltungselektronik und Informationstechnik. Neben Fernseher, Multimediaanlage und PC ist dabei der WLAN-Router ein wichtiger Faktor. Im Dauerbetrieb, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche, haben manche Geräte mit 20 Watt Leistung einen jährlichen Stromverbrauch von bis zu 175 Kilowattstunden. Daher der Tipp, schon beim Kauf eines WLAN-Routers unbedingt auf den Stromverbrauch achten. Auch im Betrieb gibt es Einsparmöglichkeiten – zum Beispiel indem man dem Router, aber auch sich selbst, nachts eine WLAN-Pause gönnt. Viele Router verfügen über eine Zeitschaltfunktion.

Ein weiterer Tipp: unnötige Funktionen am WLAN-Router deaktivieren. Wird zum Beispiel ein Festnetztelefon genutzt, das über die Telefonbuchse und via Kabelanschluss arbeitet, kann in den Router-Einstellungen das DECT-Modul ausgeschaltet werden. Der PC kann per Kabel angeschlossen werden. Zudem sollte man gerade nicht verwendete WLAN-Geräte vom Router trennen. Denn dieser sendet immer wieder kleine Datenpakete an alle verbundenen Geräte, um deren Verfügbarkeit zu prüfen.

Der Tipp wird im Rahmen des EU-Projekts SaveEnergyTogether gefördert. Weitere Infos unter www.saveenergytogether.eu und www.life-deutschland.de.

Den alten Kühlschrank austauschen?

Der Kühlschrank brummt ständig? Dann ist das ein Zeichen für einen hohen Stromverbrauch. Bevor man den Kühlschrank ersetzt, sollte man den tatsächlichen Verbrauch mit einem Energiemessgerät prüfen. Letzteres gibt es für 15 bis 25 Euro im Baumarkt. Misst man eine Woche lang und rechnet das Ergebnis auf das Jahr hoch, sollte man bei mehr als 300 Kilowattstunden ernsthaft über einen Austausch nachdenken.

Neue Kühlschränke der Effizienzklassen B oder C verbrauchen oft nur etwa halb so viel Strom und sparen jährlich rund 60 Euro. Gute Modelle mit Gefrierfach gibt es ab etwa 500 Euro. Wichtig ist auch die passende Größe, da überdimensioniert Geräte unnötig viel Energie verbrauchen.

Abgesehen vom Gerätetausch gibt es einfache Spartipps: Die ideale Temperatur liegt bei etwa sieben Grad Celsius. Zudem sollte man die verschiedenen Temperaturzonen beachten: Oben ist es wärmer (beispielsweise für Käse), unten kälter (für Fleisch und Fisch), das Gemüsefach liegt bei etwa bei acht bis zehn Grad. Häufig genutzte Lebensmittel gehören nach vorne, damit die Tür schnell wieder geschlossen werden kann. Außerdem sollten warme Speisen erst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen.

Mit Roll- und Fensterläden Energie sparen

Alte Fenster verursachen im Winter hohe Wärmeverluste. Werden diese durch dreifach verglaste Modelle ersetzt, profitiert man dauerhaft von niedrigeren Energiekosten und einem höheren Wohnkomfort. Bis es mit dem Fenstertausch so weit ist, kann man sich mit ein paar einfachen Tricks schon mal behelfen.

So empfiehlt es sich, bei Fenstern mit außenliegenden Rollläden diese in der kalten Jahreszeit nach Sonnenuntergang herunterzulassen. Die Lamellen sollten dabei vollständig geschlossen sein. So entsteht zwischen dem Rollladen und der Fensterscheibe eine isolierende Luftschicht – wie bei einer Thermoskanne. Ein vergleichbar guter Effekt lässt sich mit geschlossenen Fensterläden erzielen.

Grundsätzlich gilt: je schlechter die Fenster, desto höher ist der Einspareffekt von geschlossenen Roll- oder Fensterläden. Im besten Fall lassen sich dadurch die Energieverluste über die Fenster um 30 Prozent reduzieren.

Der geschlossene Roll- oder Fensterladen hat noch einen weiteren Vorteil: Angesichts der höheren Oberflächentemperatur der Fensterscheibe steigt die Behaglichkeit. Wir Menschen reagieren nämlich sehr sensibel auf Oberflächentemperaturen.

Der Wartungsaufwand von Heizsystemen

Ohne regelmäßige Wartung sinken Lebensdauer und Effizienz einer Heizungsanlage. Allerdings gibt es zwischen Wärmepumpen, Öl-, Gas- und Pelletsheizungen Unterschiede, was den Wartungsaufwand und die Kosten dafür betrifft. Auch das sollte man bei der Entscheidung für ein Heizsystem bedenken.

Am wenigsten Arbeit machen Wärmepumpen. Man kennt das vom Kühlschrank, der vom Prinzip her ja wie eine Wärmepumpe funktioniert, nur umgekehrt. Auch der läuft und läuft ohne regelmäßige Wartung durch einen Fachmann.

Anders bei einer Öl-, Gas- oder Holzpelletsheizung, die allesamt deutlich wartungsintensiver sind – was insbesondere an der Verbrennungstechnik liegt. Beispiel Ölheizung: wo Öl verbrannt wird, entstehen Ruß und Ablagerungen. Die Ölheizung sollte daher jährlich vom Fachbetrieb gewartet werden, was Kosten verursacht. Gasheizungen sind etwas pflegeleichter als Ölheizungen. Doch auch hier sollten Zündelektroden, Gasbrenner und Abgaswege jährlich geprüft werden. Den größten Wartungsaufwand erfordert die Pelletsheizung. Hier sind mehr verschleißanfällige Teile verbaut, zum Beispiel für die Pelletsförderung und die automatische Reinigung der Brennkammer.

Holz(haus) als CO₂-Speicher

Nicht nur tropische Regenwälder, auch die heimischen Wälder leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. In Deutschland entziehen sie der Atmosphäre täglich mehr als 600.000 Tonnen CO₂ und speichern den Kohlenstoff langfristig im Holz. Besonders wirksam wird dieser Effekt, wenn Holz im Bauwesen eingesetzt wird: Gebäude aus Holz werden zu langfristigen CO₂-Speichern.

Während ihres Wachstums binden Bäume Kohlendioxid, das im Holz erhalten bleibt. Ein Kubikmeter Holz speichert – selbst nach Abzug von Ernte, Verarbeitung und Transport – rund 700 Kilogramm CO₂. Ein modernes Einfamilienhaus in Holzbauweise kann so zwischen 40 und 80 Tonnen CO₂ über Jahrzehnte binden. Gleichzeitig ersetzt Holz klimaschädlichere Baustoffe wie Beton oder Stahl, deren Herstellung besonders energieintensiv ist.

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder verstärken diesen positiven Kreislauf: Für jeden gefällten Baum wächst ein neuer nach, der erneut CO₂ bindet. So wirken Wald und Holzbau zusammen wie Pumpe und Speicher.