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Erzeugungspotentiale für erneuerbare Energien

Im Rahmen der Potenzialschätzung werden neben Einsparpotenzialen auch die Potenziale für die Nutzung der auf dem Stadtgebiet Lindenberg vorhandenen erneuerbaren Energien abgedeckt.

Photovoltaik und Solarthermie

Nach Schätzungen der eza! Kempten stehen in Lindenberg für Photovoltaik ca. 31.000m Dachfläche zur Verfügung, die bei einem durchschnittlichen Jahresertrag von 900 kWh/m ein Stromerzeugungspotential von 28.000 MWh pro Jahr haben.

Grundlage der Berechnung war ein Dachflächenpotential von ca. 16% der vorhandenen Wohnfläche abzüglich der Flächen für Solarthermie-Kollektoren, welche mit 3 m pro Einwohner angesetzt wurden. Diese Fläche wird zur Deckung des Bedarfs für Warmwasser- und Heizungsunterstützung benötigt. Angenommen wurde ein jährlicher Energieertrag von 350 kWh/m. Würde jeder Einwohner sein Warmwasser- und Heizbedarf mit Solarthermie unterstützen, könnten so jährlich 11.873 MWh Heizwärme gewonnen werden. Im Moment werden davon 1.139 MWh genutzt, sodass das freie Potential bei 10.734 MWh/a liegt.

Biogas

Biogasanlagen erzeugen Strom und Wärme aus organischen Substraten (Grünschnitt, Biomüll, Speisereste, Energiepflanzen und Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung). Es besteht die
Möglichkeit, so gewonnenes Biogas aufzubereiten und ins Erdgasnetz einzuspeisen.
Für die vorliegende Potenzialschätzung wird das energetische Potenzial zur Strom- und Wärmeerzeugung ermittelt. Das gesamte, auf dem Stadtgebiet Lindenberg nutzbare energetische Biogaspotenzial beläuft sich auf 925 MWh/a. Bei der Verwendung von Blockheizkraftwerken zur Erzeugung von Wärme und Strom können bei einem thermischen Wirkungsgrad von 38 % sowie einem elektrischen Wirkungsgrad von 34 % 667 MWh/a erzeugt werden, davon 352 MWh/a als Wärmeenergie und 315 MWh/a als elektrische Energie. Im Jahre 2007 kein Biogas erzeugt. Das Gesamtpotenzial für Strom und Wärme aus Biogas beläuft sich somit auf 667 MWh/a.

Die Stadtwerke Lindenberg bieten Erdgas mit 10% Bioerdgasanteil aus heimischer Produktion an. (siehe Klimaschutz --> Aktuelles)

Oberflächennahe Geothermie

Oberflächennahe Geothermie ist für Einfamilienhäuser gut nutzbar. Sie wird hauptsächlich bei Neubauten realisiert, da sie für einen effizienten Betrieb einen Heizkreis mit niedrigen
Rücklauftemperaturen benötigt. Für Bestandsgebäude kommt der Einsatz einer Erdwärmepumpe daher nur im Zusammenhang mit einer vollständigen Sanierung in Betracht.
Bei Einfamilienhäusern wird eine Wärmeertragsmenge von ca. 15.000 kWh/a erreicht. Für die Abschätzung des Potenzials wird angenommen, dass maximal 5 % aller Wohngebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet werden können. Der dabei erreichbare Heizwärmeertrag liegt laut eza! bei 328 MWh/a.

Windkraft

Entscheidend für die Eignung als Windkraftstandort sind neben der Höhenlage und den Windverhältnissen unter anderem die lokalen topographischen Gegebenheiten. In Lindenberg könnten laut eza! im besten Falle Standorte für zwei Windkraftanlagen (WKA) abgeleitet werden ohne dabei alle Standortfaktoren untersucht zu haben. Die relative enge Gemarkung Lindenbergs lässt hier kaum Spielraum.

Bei Errichtung von zwei 2MW-Windkraftanlagen mit 120m Nabenhöhe, ikönnte eine Strom-Produktion von ca. 8.000 MWh/a erreicht werden.

Wetter in Lindenberg

am 23.04.2018

max. Temperatur: 20 °C

min. Temperatur: 14 °C

Niederschlag: 5 l/m2

Windmittel: 9 km/h

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Letzte Änderung: 03.06.2013 / 13:07 Uhr
Ausgedruckt am 23.04.2018 / 09:38