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Einsparpotentiale der Stadt Lindenberg

Die Potentialschätzung des Klimaschutzkonzeptes legt zugrunde, welcher Handlungsspielraum im Bereich von Energieeinsparung und regenerativer Energieproduktion prinzipiell besteht.



Einsparpotentiale beim Stromverbrauch

Das technische Stromeinsparpotenzial der Stadt Lindenberg liegt laut Klimaschutzkonzept der eza! im Bereich elektrischer Energie bei 19.958 MWh, was einer Reduktion des Stromverbrauchs um 28 % und einer Reduktion des
Endenergieverbrauchs von ca. 6,7 % entspricht. Damit kann der
gesamte Stromverbrauch der Stadt Lindenberg unter Ausnutzung aller Einsparpotenziale von 70.742 MWh auf 50.784 MWh/a reduziert werden.

Einsparpotentiale beim Wärmeverbrauch

Bei den Haushalten – und zu einem geringeren Teil auch bei der Wirtschaft – entfällt der größte Teil des Wärmebedarfs auf die Bereitstellung von Heizung und Warmwasser. Wesentliche Einsparpotenziale ergeben sich aus der energetischen Sanierung der Gebäude. Einen deutlich geringeren, aber in manchen Fällen signifikanten Einfluss hat auch das Nutzerverhalten beim Umgang mit Heizwärme.

Um das Einsparpotential zu ermitteln wurde für die Wohngebäude Lindenbergs ein spezifischer Wärmebedarf von 110 kWh/m2a ermittelt. Aus der Differenz zwischen diesem spezifischen Wärmebedarf und einem Zielwert von 42 kWh/mUa (entspricht einem KfWEffizienzhaus 70), multipliziert mit der Gesamtwohnfläche, wurde das maximale Heizwärme-Einsparpotenzial für Lindenberg ermittelt.
Das technische Potenzial für die privaten Haushalte durch energetische Gebäudesanierungen beträgt bei einer 100%igen Sanierungsrate ca. 62 % des gegenwärtigen Verbrauchs (Basis 2007). Dies entspricht einer Wärmemenge von 30.696 MWh, die jährlich eingespart werden könnte.

Einsparpotentiale beim Verkehr

Für Lindenberg liegt im Sektor ‚Verkehr’ ein hohes Einsparpotenzial, da hier ein Großteil der Emissionen verursacht wird. Eine Schätzung dieses Potenzials wurde von eza! unter folgenden Annahmen versucht:

Da sich die Fahrtstrecken des Individualverkehrs nicht ohne Weiteres reduzieren einschränken lassen, werden Einsparungen nur durch eine Verlagerung von Fahrten auf energieeffizientere Verkehrsmittel (ÖPNV und Fahrrad bzw. Pedelec) und durch Effizienzsteigerungen der Fahrzeugantriebe erzielt. Unter der Annahme, dass die EU-Ziele von 130g/km CO2-Emissionen für alle Fahrzeuge im Durchschnitt erfüllt werden und dass 10% der Fahrleistung (hier besonders die Kurzstrecken) mit Pedelecs, Fahrrad und ÖPNV zurückgelegt werden, kann der Energieverbrauch bei KFZ Individualverkehr um 44 % (25.540 MWh/a) auf 32.340 MWh/a gesenkt werden.

In der Summe ergäbe sich für den gesamten Sektor ‚Verkehr’ nach Einsparungen ein Energieverbrauch von 61.875 MWh/a gegenüber 87.415 MWh im Jahr 2007, was einer Reduktion
von 29 % entspräche. Die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich werden dadurch um mehr als 8.000 t/a auf 17.438 t/a gesenkt.

Werden alle Einsparpotenziale aus den Bereichen Strom- und Wärmeverbrauch sowie Verkehr ausgeschöpft, ergibt sich für Lindenberg ein technisches Einsparpotenzial von ca. 33 %. Wie die Abbildung zeigt, ist das Einsparpotenzial im Bereich Wärme mit 38 % am größten, der Bereich Strom erreicht knapp 28 % und der Bereich Verkehr 29 %.

Letzte Änderung: 24.05.2013 / 10:22 Uhr
Ausgedruckt am 23.10.2018 / 03:36