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Chronik 2014

Januar

Tausende Zuschauer erleben ein Pyrotechnisches Klangfeuerwerk, das Waldemar Stiefenhofer und seine Mitarbeiter zum Jahresbeginn in den Nachthimmel zaubern. Am Boden brennt die Zahl 100, die für die Stadterhebung Lindenbergs im Jahre 1914 steht.

Die Lindenberger Firma Bergland Naturkäse hat die Produktion eingestellt. Ein großer Teil der 150 Mitarbeiter ist Anfang des Jahres in eine Transfergesellschaft gewechselt. Der Insolvenzverwalter und der Betriebsrat hoffen noch immer auf einen Investor, der den Betrieb wenigstens teilweise übernehmen kann.

Der bisherige Amtsinhaber Johann Zeh von den Freien Wählern bewirbt sich um eine vierte Amtszeit als Lindenberger Bürgermeister. – Zum Bürgermeisterkandidaten der SPD wird Winfried Lorenz gewählt.

Anlässlich der Stadterhebung vor 100 Jahren entsteht im Stadtpark ein begehbares Labyrinth mit dem Titel: „Jugendlabyrinth – Unsere Stadt wird 100 Jahre“. Unter der Leitung von Helmut Caprano werden auf 82 Tafeln wichtige Themen der Stadtgeschichte künstlerisch umgesetzt. Über 50 Schüler aller Altersstufen helfen bei der Entstehung der Erinnerungstafeln mit.

Eric Ballerstedt, 37-jähriger Landschaftsarchitekt und in Lindenberg aufgewachsen, wird von der CDU zum Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Musiklehrer Günther Strauß kann auf das 40-jährige Bestehen seiner Musikschule zurückblicken. Als Dirigent leitete er von 1972 bis 1981 auch die Stadtkapelle Lindenberg.

Am 25. 1. findet im Stadtpark das 5. Lindenberger Winterfest statt. Wegen des milden schneearmen Winters formen die Steinbildhauer ihre filigranen Kunstwerke aus großen, vom Bauhof aufgeschütteten Schneequadern. – Prämiert werden auch die originellsten Ergebnisse im Jedermann-Wettbewerb und die Skulpturen der Gewerbetreibenden.

Die Stadt Lindenberg erwirbt den über 207.000 Quadratmeter großen Bayernpark. Bürgermeister Johann Zeh und Vertreter der Eigentümer unterzeichnen einen Kaufvertrag über 5,85 Millionen Euro. Der Betrieb der touristischen Einrichtung wird Ende August 2014 eingestellt.

Die Weichen für ein neues Kapitel in der Geschichte der Stromversorgung des Westallgäus sind gestellt. Die Stadt Lindenberg und acht Gemeinden haben mit den Vorarlberger Kraftwerken eine Absichtserklärung zur Gründung einer gemeinsamen Stromnetzgesellschaft unterzeichnet.

Februar

Der FC Lindenberg wählt den 31-jährigen Tobias Kraus zum neuen Vereinsvorsitzenden. Er löst Michael Selbenbacher ab, der nach zweieinhalbjähriger Amtszeit zurückgetreten ist. Neuer Stellvertreter wird Olaf Fabert.

Dr. Egon Hartmann gibt nach 34 Jahren – aufgeteilt auf zwei Amtszeiten – den Vorsitz beim TV Lindenberg ab. Er war bereits seit 1994 auch Ehrenvorsitzender des zweitgrößten Sportvereins des Landkreises Lindau, übernahm aber, als er 2004 noch einmal gebraucht wurde, erneut die Führung.

Notker Michael Anton, der aus der Tegernseer Gegend stammt, übernimmt von Elisabeth Maier die Stelle des Kirchenmusikers in der Pfarrei St. Peter und Paul in Lindenberg. Damit ist er im Jubiläumsjahr 2014 auch für das musikalische Festprogramm der vor 100 Jahren eingeweihten Stadtpfarrkirche zuständig.

Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Jugend im Mittelpunkt“ wird der bisherige Vorsitzende Klaus Bilgeri wiedergewählt. Neuer Stellvertreter ist Markus Börner. Die Vernetzung und Zusammenführung mit anderen Vereinen und Trägern ist der Vereinsführung ein großes Anliegen.

Erster Bürgermeister Eric Ballerstedt Erster Bürgermeister Eric Ballerstedt

März

Der Stadtrat von Lindenberg verabschiedet gegen die Stimmen der Grünen den Haushalt 2014, der 5,4 Millionen Euro umfasst. Vor allem das Kulturzentrum und die Beteiligung am Stromnetz führen zu Rekordinvestitionen von 14 Millionen Euro. Weitere Ausgaben fallen u.a. für Personalkosten (4,3 Mio. Euro), die Sanierung der Sonnenstraße (900.000 Euro) und die Umgestaltung des alten Friedhofs an (250.000 Euro).

Im Rathaus der 10.500-Einwohner-Stadt Lindenberg gibt ab 1. Mai 2014 Eric Ballerstedt (CSU) den Ton an. Er hat sich bei der Bürgermeisterwahl mit 53,1 Prozent der Stimmen gegen den bisherigen Amtsinhaber Johann Zeh (46,9 Prozent) durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 54,8 Prozent.

Der Landkreis Lindau baut für 2,4 Mio. Euro eine neue Sportstätte am Lindenberger Schulzentrum. In den Pfingstferien wird die alte Turnhalle abgebrochen. Das neue Gebäude soll bis zu Beginn des Schuljahres 2015/16 fertiggestellt sein. Bis dahin wird der Sportunterricht in der benachbarten Dreifachturnhalle abgehalten.

Auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses und Altenheims an der Sedanstraße findet der erste Spatenstich statt. Bauträger, Architekten, Vertreter der Stadt und Käufer feiern den Baubeginn des Wohnprojektes Alpenpanorama mit einem Fest.

Daniela Wurm übernimmt als neue Vorsitzende und Nachfolgerin von Dr. Egon Hartmann die Führung des 1400 Mitglieder zählenden TV Lindenberg.

Die Lindenberger Volksbank steuert weiter auf Erfolgskurs und liegt im 108. Jahr ihres Bestehens über dem Schnitt der bayerischen Genossenschaftsbanken. Von den über 1 Million Euro, die die Bank an Steuern zahlt, landet ein beträchtlicher Teil auch in den Schatullen der örtlichen Kämmerer.

Nach 53.000 Operationen wird Dr. Ulrich Mocke, Chefarzt an der Rotkreuzklinik, in den Ruhestand verabschiedet. Er hat – so Generaloberin Edith Dürr – seit er vor 16 Jahren nach Lindenberg kam, „das Profil des Krankenhauses entscheidend geprägt“.

Das Unternehmen „Chance“ eröffnet neben dem Kaufhaus einen zweiten Betrieb in Lindenberg, die „Wertstatt“. Hier werden einerseits gebrauchte Möbel repariert, vor allem aber können die sozial oft benachteiligten Mitarbeiter „Wertschätzung im Sinne einer Beschäftigung“ erfahren. Darin sieht das Sozialpsychiatrische Zentrum, eine Einrichtung der Diakonie, den Hauptwert der Einrichtung.

Altbürgermeister Johann Zeh Altbürgermeister Johann Zeh

April

Mit großem Beifall wird Lindenbergs Bürgermeister Johann Zeh in der letzten Stadtratssitzung seiner Amtszeit verabschiedet. Die Räte erkennen ihm den Titel Altbürgermeister zu. Zudem erhält er wie auch seine beiden Stellvertreter Dr. Wolfgang Dietlein und Reinhold Freudig sowie das SPD-„Urgestein“ Stadtrat Helmut Böller den Goldenen Ring, die höchste Auszeichnung der Stadt Lindenberg.

Schulleitung und Elternbeirat der St.-Martin-Schule in Lindenberg haben einen Förderverein ins Leben gerufen, um die Einrichtung in Sachen Finanzen und Organisation zu unterstützen. Als Beispiel nennt Rektor Jörg-Henning Sonnenberg den neuen Schulbus, den Kauf neuer Unterrichtsmaterialien sowie die Mitfinanzierung von Aufenthalten im Schullandheim.

Die Abteilung Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in der Rotkreuzklinik Lindenberg erhält zum 1. Mai einen neuen Chefarzt. Der 53-jährige Oberarzt Dr. Christoph Kruis wird Nachfolger von Dr. Ulrich Mocke. Er ist Experte in der Notfallmedizin, Hubschrauber-Notarzt, Bergrettungsarzt sowie Mannschaftsarzt für die alpine Ski-Nationalmannschaft.

Der Eine-Welt-Verein Akapacha feiert sein 20-jähriges Bestehen. Auf der Jahreshauptversammlung wird Siegfried Wiese erneut zum Vorsitzenden gewählt. Der Verein ist den Westallgäuern durch den Weltladen in Lindenberg bekannt geworden. Das beliebteste Produkt ist der fair gehandelte Kaffee. Der zweite Bereich ist die Bildungsgruppe, die mit hohen Summen an Spendengeldern u.a. Projekte in der Dritten Welt, z.B. in Burkina Faso und Indonesien, unterstützt.

Bei der Generalversammlung der Schützengesellschaft Lindenberg wird Siegfried Jung zum Ehrenmitglied ernannt. Er habe sich – so Schützenmeister Klaus Hörmann – in all den Jahren als Jugendleiter, Sportwart, Trainer und Beisitzer in lobenswerter Weise ins Vereinsleben eingebracht.“ Neuer Sportwart wird Rene‘ Koch, da sich Walter Jung nach 15-jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl stellt.

Deutsche Hutkönigin Norina Mitter Deutsche Hutkönigin Norina Mitter

Mai

Mit einem Festakt im Löwensaal feiern Lindenberg und die Stadt Saline im US-Bundesstaat Michigan das zehnjährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. Dabei ernennt der Lindenberger Partnerschaftsverein sechs Personen zu Ehrenmitgliedern, darunter auch die ehemaligen Bürgermeisterin von Saline, Gretchen Driskell, und Johann Zeh von Lindenberg. Die Festredner, darunter Vorsitzender Peter Feind, heben als Hauptgrund für die Partnerschaft hervor, dass beide Städte jeweils ein Liebherr-Werk als Arbeitgeber haben. Ein regelmäßig stattfindender Schüleraustausch und zahlreiche Besuche über den Atlantik hinweg sorgen für ständig neue Kontakte.

Nachdem er die ersten offiziellen Termine bereits wahrgenommen hat, leistet Eric Ballerstedt in der Stadtratssitzung Anfang Mai den Amtseid als neuer Erster Bürgermeister von Lindenberg. – Auch Dr. Werner Hofstetter und Michael Wegscheider schwören als stellvertretende Bürgermeister die Einhaltung ihrer Amtspflichten.

Die Weihe der Lindenberger Stadtpfarrkirche jährt sich im Mai 2014 zum 100. Mal. Den Anfang der Feierlichkeiten und zugleich einen ersten Höhepunkt bildet der Besuch von Bischof Konrad Zdarsa in St. Peter und Paul.

Die Lindenberger Feuerwehr feiert mit einer prächtigen Floriansmesse ihr 150-jähriges Bestehen. Anschließend marschieren die Feuerwehrler mit ihrem Kommandanten Heribert Mayr in geschlossenem Zug ins Feuerwehrhaus zu einem Kameradschaftsabend.

Gleichzeitig zeigen im Foyer des Löwensaals 32 Fotoleinwände in Wort und Bild die Geschichte des Feuerwehrlöschwesens.

Beim 15. Hut-Tag am 25. Mai wird Norina Mitter aus Wangen zur neuen Deutschen Hutkönigin gewählt. Auf sie warten in den nächsten zwei Jahren zahlreiche repräsentative Aufgaben und Termine.

Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul

Juni

Bei der Vertreterversammlung der Lindenberger Volksbank blickt Vorstand Bernhard Gutowski auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Nach seinen Worten befindet sich die Volksbank unter den besten 10 bis 20 Prozent der genossenschaftlichen Institute in Bayern. Der Verbandsprüfer Reinhold Schwarz lobt die gute Ertrags- und Vermögenslage. 7323 Mitglieder bekommen auf ihre Geschäftsanteile fünf Prozent Dividende.

Das Seniorenforum in Lindenberg weiht in einer Seniorenwohnanlage neben dem Seniorenzentrum St. Martin einen neuen Treffpunkt ein. Die Miete samt Nebenkosten in Höhe von 1.200 Euro pro Jahr übernimmt die Stadt. - Vorher waren die Senioren in einem kleinen Raum der Volkshochschule ohne barrierefreien Zugang untergebracht.

Das Lindenberger Gymnasium verabschiedet 77 Abiturienten und Abiturientinnen mit dem Zeugnis der Hochschulreife. Bei 18 von ihnen steht eine Eins vor dem Komma.

Die Lindenberger Pfarrgemeinde St. Peter und Paul feiert am 29. Juni mit einem musikalisch umrahmten Festgottesdienst das 100-jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche. Anschließend spielt zum Frühschoppen auf dem Kirchenvorplatz die Stadtkapelle.

Unbekannte Täter haben den Alten Friedhof neben der Aureliuskirche heimgesucht und an insgesamt 17 Gräbern Schalen zerschlagen, Vasen umgestoßen und Grablichter beschädigt.

Das Badewetter hat die vierte Auflage des Parknacht-Festivals deutlich beeinflusst. Die meisten Besucher kommen erst am Abend in den Lindenberger Stadtpark, wo vier Bands sieben Stunden lang unter freiem Himmel spielen.

Juli

Vom 17. bis 20. Juli feiert Lindenberg das 100-jährige Stadtjubiläum. Am 8. August 1914 wurde der Westallgäuer Markt von König Ludwig III. zur Stadt erhoben. Am 18. Juli findet im Löwensaal der Festakt statt, in dessen Mittelpunkt der Festvortrag von Stadtarchivar Günter Fichter steht. Für die musikalische Umrahmung des Abends mit Harfenmusik sorgt Angela Schlögl-Eggert. Zu den weiteren Höhepunkten des Jubiläumsfestes gehört ein Konzert mit Musik von Werner Specht & Westwind und „Leadgut“. Um 22 Uhr eröffnet Bürgermeister Eric Ballerstedt die Lichtinstallation am Stadtplatz. Unter dem Titel „Leuchtende Geschichte“ gibt es Nachtführungen durch die Stadt.

Am Samstag, den 19. Juli, findet auf dem Stadtplatz das Stadtfest mit Aktionen und Bewirtung durch die Vereine, mit Gaudilauf und viel Musik in der Innenstadt statt. Am Abend sorgen „Die Ramonas“ für Stimmung.

Die österreichische Sopranistin Eva Lind und der Opfenbacher Notencocktail geben auf Einladung des Katholischen Pfarrgemeinderates zum 100-jährigen Jubiläum der Stadtpfarrkirche ein abwechslungsreiches Konzert.

Die im letzten Jahr vollzogene Fusion der beiden Ortsverbände Lindenberg und Scheidegg der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat sich bewährt. Seitdem heißt die Ortsverband AWO Lindenberg Westallgäu. Der Zweck ist – so der Vorsitzende Volker Schmidt – „Helfende und heilende Tätigkeit auf dem Gebiet der sozialen Arbeit, Anregungen und Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung des ehrenamtlichen und bürgerlichen Engagements.“ So wurden u.a. bedürftige Mitbürger mit der Weihnachtsbeihilfe unterstützt und Schülern finanzschwacher Familien für Klassenfahrten Zuschüsse gegeben.

150 Realschüler feiern in Lindenberg das Ende ihrer Schulzeit. Alle haben bestanden, Sarah Kronenberg gelingt die Traumnote von 1,00.

August

Der Stadtrat von Lindenberg gibt für die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets Hauser Wiesen Grünes Licht. War bisher nur das Scheidegger Flurstück bebaut gewesen, so dringt das Gewerbegebiet jetzt erstmals in die Lindenberger Gemeindeflur vor. Die Stadt hat die Flächen dem Zweckverband veräußert, der es wiederum an interessierte Firmen verkauft. Davor muss die Stadt aber noch ihren Flächennutzungsplan ändern und den Bebauungsplan erweitern, der Details der Bebauung in dem Gebiet regelt.

Um die chirurgische Ambulanz an der Rotkreuzklinik in Lindenberg langfristig zu sichern, hat die Schwesternschaft München die chirurgische Abteilung des Medizinischen Versorgungszentrums von Lindau nach Lindenberg verlegt. Die Urologie bleibt in den gewohnten Räumen in Lindau.

Da das Minus zu groß und die Perspektiven zu schlecht waren, zieht die Schwesternschaft München des Roten Kreuzes die Notbremse und verlegt die onkologische Abteilung der Schlossbergklinik in Oberstaufen ans Krankenhaus in Lindenberg. Die Klinik in Oberstaufen wird zur reinen Reha-Klinik.

Die Arbeiten am alten Friedhof gehen weiter. Die Mauer zur Kiesgrube wird saniert und der Eingang Richtung Osten verlegt. Auf dem mehrfach erweiterten Friedhof der Aureliuskirche liegen viele Generationen Lindenberger bestattet. Er gilt als „Steinernes Geschichtsbuch“ der Stadt.

Die Ökologischen Molkereien Allgäu (OMA) verlagern ihren Sitz von Kißlegg nach Lindenberg. Hier hat das Unternehmen von der Firma Rupp AG. ein Gebäude am Mühlbach gemietet, in dem bis vor zehn Monaten die in Insolvenz gegangene Bergland Naturkäse GmbH. beheimatet war. Die OMA bezeichnet sich, was die Herstellung und den Handel mit ökologisch erzeugten Käsespezialitäten betrifft, als Marktführer. Sie hat 50 Mitarbeiter.

Am 29. 8. 2014 findet in der Bergstadt das 14. Käse- und Gourmetfest statt. Die 76 Teilnehmer an diesem Großereignis kommen aus neun Ländern.

Bei der „Nacht der Genüsse“ feiern viele hundert Lindenberger gemeinsam an einer festlich gedeckten, dreihundert Meter langen Tafel. Es ist die letzte Großveranstaltung im Jubiläumsjahr 2014. Zehn Wirte kümmern sich um das Wohl der Gäste, vier Straßenkünstler sorgen für Unterhaltung. – Citymanager Sascha Schmid spricht von einem „akustischen und visuellen Genuss“, der den kulinarischen ergänzt. Er hält die Neuauflage der „Nacht der Genüsse“ für denkbar.

Nach 55 Drehtagen ist „Lenes Tagebuch“, ein zweistündiger Film von Bürgern für Bürger mit dem Untertitel „Lindenberg – eine Stadt wird 100 Jahre jung“, fertiggestellt. Eingebettet in eine Familiengeschichte erzählt der Film mit berührenden und heiteren Szenen vom Leben der Menschen im vergangenen Jahrhundert. Die Hauptrollen spielen Herbert Kretz (Oberreute) und Ulrike Stadelmann (Scheidegg). Sie verkörpern Lene und ihren Mann Oskar Wittmann, die in Lindenberg Arbeit finden und hier einwurzeln. Unter den mehr als 200 Darstellern finden sich viele bekannte Lindenberger. Die Premiere des Films am 8. 8. 2014 ist bereits in kürzester Zeit ausverkauft.

Egon Fieser, langjähriger Vorsitzender des TC 46 Lindenberg, erhält anlässlich seines 80. Geburtstags die Goldene Ehrenmünze der Stadt. Für seine jahrzehntelangen Verdienste hatte ihn der Tennisclub bereits nach seinem Rücktritt 2004 zum Ehrenpräsidenten ernannt.

September

Der Bayernpark gehört ab 1. September 2014 der Stadt Lindenberg. Sie hat die Ferienanlage vom niederländischen Ferienparkbetreiber Roompot übernommen und vorläufig stillgelegt. Wie es mit dem 20 Hektar großen Gelände und den 108 Bungalows weitergehen soll, steht noch nicht fest. Roompot hat mit 110.000 Übernachtungen die angestrebte Auslastung mit 75 Prozent nie erreicht. Im vergangenen Jahr wurden nur mehr 51.500 Übernachtungen registriert.

Der Streit zwischen der Stadt Lindenberg und der Kreiswohnungsbaugesellschaft um Grundstückserlöse kann außergerichtlich nicht geklärt werden. Es geht um den Verkauf von Immobilien im Otto-Keck-Areal in den Jahren 2008 und 2012 an private Investoren. Die Stadt hatte der Kreiswohnungsbaugesellschaft die Flächen in den 5oer-Jahren für sozialen Wohnungsbau überlassen. Damals hatte sich die GKWG verpflichtet, den Erlös bei einem Verkauf an Privat an die Stadt weiterzugeben, was aber nicht geschehen ist. Jetzt fordert die Stadt den Betrag, bei dem es um mindestens 2 Millionen Euro geht, zurück. Landrat und GKWG-Aufsichtsratsvorsitzender Elmar Stegmann ist zuversichtlich, dass das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Stadt nicht dauerhaft Schaden nimmt.

Inzwischen läuft auf den Otto-Keck-Areal der Abriss von zwei Gebäuden der GKWG. An dieser Stelle wir die Kreiswohnungsbaugesellschaft ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen errichten. Anfang Oktober soll mit dem Bau begonnen werden.

Seit fünf Jahren ist Hannelore Kraft stellvertretende Bundevorsitzende der SPD, seit vier Jahren Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr erhält sie den Sozialistenhut des SPD-Kreisverbandes. Die Laudatio hält der Preisträger des Vorjahres, Christian Pfeiffer. Er zollt ihr großes Lob und bezeichnet sie als wahren „Bürgerhäuptling“ und „Weltverbesserin“. Hannelore Kraft steht nun als Sozialistenhutträgerin in einer Reihe mit ihrem großen Vorbild Regine Hildebrandt.

Die bayerische Staatsministerin Beate Merk verleiht Edith Krammel das Bundesverdienstkreuz. Über 30 Jahre hat sich die Geehrte erfolgreich für den Tierschutzverein Lindau eingesetzt, 18 Jahre als Vorsitzende und jetzt, nachdem sie das Amt an Petra Seidel abgegeben hat, als Ehrenvorsitzende. Ihr Hauptverdienst – so die Laudatoren - ist es, mit Überzeugungskraft und Organisationstalent das Lindauer Tierheim erhalten und die Finanzierung verbessert zu haben.

Die ehemalige Hutkönigin Conny Brendle hat für das entstehende Deutsche Hutmuseum ein neues Ausstellungsstück besorgt. Der Hut stammt von der Hutmacherin der englischen Königin und wurde extra für Lindenberg gefertigt.

Kesselhaus Kesselhaus

Oktober

Kaum ist der „Bayernpark“ in den Besitz der Stadtübergegangen, kehrt auf dem Gelände wieder Leben ein. Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) ist in das Haupthaus eingezogen und hat von der Stadt einen sechsmonatigen Mietvertrag erhalten. In dieser Zeit will sie das in der Bahnhofsstraße erworbene Gebäude umbauen, um es für ihre Gottesdienste nutzen zu können. 18 Jahre war die FeG in der sog. „Stenzel-Halle“ untergebracht, die im Oktober abgerissen wird. Auf dem gleichen Gelände entstehen jetzt Häuser, deren Fertigstellung für Ende 2016 geplant ist.

Die bisherige Klimaschutzmanagerin Marlen Walser wird Nachfolgerin von Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Zu ihren Hauptaufgaben gehört u.a. die Ausarbeitung von Bauleitplänen.

Der 3. Bürgermeister von Lindenberg, Michael Wegscheider, darf ab sofort Paare trauen. Der Stadtrat hat ihn zum „Traustandesbeamten“ ernannt.

34 Mitglieder des Partnerschaftvereins unternehmen eine Herbstreise in die südfranzösische Stadt Vallauris, wo auf Initiative von Armin Dorner im Stadtpark „Gilbert Nabonnand“ eine neue Linde gepflanzt wird. An dem offiziellen Akt beteiligen sich die Bürgermeisterin von Vallauris Michelle Salucki und Lindenbergs Bürgermeister Eric Ballerstadt.

Lindenberger beschafft sich zusammen mit drei Ostallgäuer Gemeinden eine Drehleiter und spart dadurch viel Geld. Ein Drittel der rund 600.000 Euro muss die Stadt selbst aufbringen.

Die „Kolpingsfamilie“, die seit 45 Jahren in der Stadt Altkleider und Altpapier sammelt, gibt heuer den Erlös von 6.000 Euro an soziale Einrichtungen.

Die Macher des von allen Seiten gelobten Jubiläumsfilms „Lenes Tagebuch“, Helmut Wiedemann, Marieluise Wiedemann, Norbert Mayer und Werner Budzinski, erhalten in diesem Jahr den Lindenberger Kulturpreis. Kulturreferentin Hannelore Windhaber hält die Laudatio, Bürgermeister Eric Ballerstadt überreicht den Preis.

Bei der Eröffnung der 48. Westallgäuer Kunstausstellung im Löwensaal erhält Karl-Bernhard Netzband den von der Volksbank Lindenberg gestifteten Westallgäuer Kunstpreis. Seit 1990 ist der Künstler regelmäßig bei der Kunstausstellung dabei.

Mit der Eröffnung des neuen Restaurants „Kesselhaus“ in der Kulturfabrik weht ein Hauch von Großstadtflair durch die Lindenberger gastronomische Szene.

November

Mit einer großen Bilderausstellung zum 100-jährigen Stadtjubiläum Lindenbergs findet der Reigen der Veranstaltungen einen würdigen Abschluss. Zusammen mit Gerti Felix und Maria Schipani-Kirchmann hat Stadtarchivar Günter Fichter eine umfangreiche Bilderschau erstellt, die auf Bau- und Siedlungsgeschichte, aber auch auf Natur und Landschaft im Lindenberger Raum eingeht. So ist eine Zeitreise durch 125 Jahre Ortsgeschichte entstanden, die die Entwicklung Lindenbergs vom ländlich strukturierten Markt zur Stadt mit über 10.000 Einwohnern aufzeigt.

Der Landkreis Lindau erkennt das Unternehmen „Chance“ als freien Träger der Jugendhilfe an. Die Gemeinnützige Gesellschaft unterstützt vor allem jugendliche Schulabgänger beim Einstieg ins Arbeitsleben.

Edgar Rädler wird bei der Generalversammlung des Trachtenvereins Lindenberg erneut zum Vorsitzenden gewählt. Zum 105-jährigen Bestehen im kommenden Jahr wird ein neuer Maibaum aufgestellt. Die Stadt will ihn stiften.

Bei der Wahl einer Fachjury belegt der 1970 eingeweihte Bergfriedhof in Lindenberg unter vierzig Gottesackern deutschlandweit den vierten Platz. Innerhalb Bayerns stuft ihn die Jury, die den „Bestattungen.de-Award“ seit 2011 durchführt, als den schönsten ein. Zu den prominenten Jurymitgliedern gehören u.a. Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland und Kardinal Karl Lehmann, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Der Kapellenverein Nadenberg feiert das Patroziniumsfest der St-Martins-Kapelle. Bei der anschließenden Generalversammlung ehrt Vorsitzender Wolfgang Stibi die Mitglieder Rudolf Welte und Paul Schneider für ihre 25-jährige Tätigkeit im Vorstand.

Bei der Jahreshauptversammlung des Skiclubs Lindenberg werden Vorsitzender Ralph Klauber und sein Stellvertreter Stefan Hagenburger in ihrem Amt bestätigt. Kirsten Mende verstärkt als neue Beisitzerin die Vorstandschaft. Vorsitzender Klauber betont bei der Versammlung, die „Freude am gemeinsamen Skifahren, die Erfahrung sportlicher Aktivität mit der ganzen Familie und im Kreise gleichgesinnter Freunde“ Das mache den Skiclub aus.

(c) Daniel Stauch (c) Daniel Stauch

Dezember

Mit einem Festakt eröffnet die Stadt Lindenberg offiziell das 10,5-Millionen-Projekt Kulturfabrik. Hutkönigin Norina Mitter durchschneidet nach der kirchlichen Segnung das Rote Band zum neuen Deutschen Hutmuseum, das auf einer 1.000 Quadratmeter Fläche einen Rundgang durch 300 Jahre Hutmode und Stadtgeschichte ermöglicht. Bürgermeister Eric Ballerstedt nennt die neue Kulturfabrik „eines der größten Projekte in der Geschichte Lindenbergs, eine Maßnahme von landesweiter Bedeutung“. Landrat Elmar Stegmann stuft sie als „spannend, imposant, bedeutsam“ ein. Die Stadt rechnet mit 30.000 Besuchern im Jahr.

Im Einzugsbereich des Deutschen Hutmuseums wird derzeit ein neues Kultur- und Gästeamt eingerichtet. Auf künftig 250 Quadratmetern stehen für die Besucher sechs Mitarbeiter zur Verfügung, zu deren erweitertem Aufgabengebiet touristische Beratung, Wandertipps, Hinweise zu Ausflugsmöglichkeiten oder geführten Wanderungen gehören.

Die Stadt Lindenberg erhält mehr Geld von der Bayerischen Landesstiftung für die Kulturfabrik. Der bisher zugesicherte Zuschuss in Höhe von 800.000 Euro wird um 43.000 Euro erhöht. Grund dafür sind die gestiegenen Baukosten für die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Gebäudes der Hutfabrik Reich.

Lindenberg hat die Auszeichnung „Gestalter der Energiewende“ erhalten. Grund ist das Solarkataster, mit dem Bürger auf einen Blick erkennen können, wie gut ihr Haus für die Solarenergie geeignet ist.

Einen neuen Geschäftsführer erhält Anfang des kommenden Jahres die Rotkreuzklinik Lindenberg. Thomas Pfeiffer löst Edith Dürr ab. Die Generaloberin der Rotkreuzschwesternschaft wird Vorsitzende der Aufsichtsräte aller Häuser der Rotkreuzkliniken Süd.

Für ihren Einsatz bei den Anliegen der Caritas in der Altenhilfe ist Margot Migoni mit dem Elisabeth-Preis des Caritasverbandes der Diözese Augsburg ausgezeichnet worden. – Margot Migoni ist seit 20 Jahren die Leiterin des Caritas-Seniorenzentrums St. Martin in Lindenberg und hat den inzwischen fast 500 Mitglieder starken Förderverein gegründet. Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg hat den Preis übergeben.

Lindenberg sucht einen neuen Kirchenmusiker. Ende Januar 2015 läuft der Vertrag mit dem bisherigen Kirchenmusiker Notker M. Anton aus und wird, wie Pfarrer Leander Mikschl bestätigt, nicht verlängert.

Die Bäckerei Holderied in Lindenberg hat den Staatsehrenpreis des Bayerischen Bäckerhandwerks bekommen. Markus Holderied setzt auf handwerkliche Tradition und natürliche Zutaten.

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Letzte Änderung: 14.04.2015 / 10:15 Uhr
Ausgedruckt am 21.04.2018 / 03:53