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Chronik 2015

Kurt Kirschenmann Kurt Kirschenmann

Januar

Die Ökologischen Molkereien Allgäu (ÖMA) sind von Kißlegg nach Lindenberg umgezogen. Die beiden Geschäftsführer Michael Welte und Ulrich Kurz erwarten auf dem teilweise angemieteten Gelände der ehemaligen Bergland Naturkäse GmbH. bessere Entwicklungsmöglichkeiten. Zur Grundphilosophie des Unternehmens gehören die Förderung der ökologischen Landwirtschaft und ein fairer Umgang mit den Partnern. Die Firma hat Anfang 2015 fünfzig Mitarbeiter.

An Stelle der alten Realschulturnhalle, die im letzten Jahr abgebrochen wurde, entsteht für 2,5 Millionen Euro eine neue Sporthalle. Kreiskämmerer Erwin Feurle hat dafür im diesjährigen Haushalt 1,4 Millionen Euro eingeplant.

Die Ära von Mittelschulrektor Gerhard Hoffmann geht im Februar 2015 zu Ende. Bis ein Nachfolger gefunden ist, führt Konrektorin Beate Rohrmüller die Schule.

Die 20 Jahre alte Tiefgarage unter dem Einkaufszentrum mit insgesamt 207 Stellplätzen wird in diesem Jahr für 1.3 Mio. Euro saniert. Sie kann deshalb im Frühjahr und Sommer nur eingeschränkt genutzt werden.

Seit fünf Jahren besuchen Schüler des Humboldt-Instituts den Deutsch-Unterricht des Gymnasiums. Jetzt haben Hermann Endres, Leiter des Gymnasiums, und Norbert Güthling, Direktor des Lindenberger Humboldt-Instituts, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der es dem Institut erleichtern soll, Visa für seine Schüler zu bekommen.

Nach mehr als 17 Jahren wird der Lindenberger Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Amtszeit hat Lindenberg sein Gesicht verändert: Stadtpark und fünf Baugebiete sind entstanden, die Gewerbegebiete G I und die Hauser Wiesen, Waldseebad, Kunstrasenplatz und der Hochwasserschutz. Der Bau der Kulturfabrik bildet den Abschluss seiner langen, erfolgreichen Tätigkeit.

Der Naturschützer Willi Pilz wird 90 Jahre. Zusammen mit seiner Frau hat er sein Leben der Flora und Fauna gewidmet und für sein außerordentliches Engagement das Bundesverdienstkreuz, die bayerische Umweltmedaille und die Silberdistel des „Westallgäuers“ erhalten.

Am 31. Januar 2015 findet das 6. „Lindenberger Winterfest“ statt. Neben dem Bau der Schneeskulpturen im Stadtpark und in der Innenstadt wird auch ein Schneemann-Wettbewerb für Groß und Klein mit anschließender Prämierung durchgeführt. Erstmals arbeiten die Bildhauer im Ensemble zusammen an einem Gesamtprojekt, bei dem das Miteinander betont wird.

Februar

Nach fünfeinhalb Jahren in Weiler tritt Karl Heinz Giegerich im Februar 2015 die Nachfolge von Gerhard Hoffmann als neuer Rektor der Mittelschule in Lindenberg an.

Der Startschuss zum Umbau des ehemaligen Feneberg-Supermarkt-Gebäudes an der Bahnhofstraße zum Gottesdienstraum ist gefallen. Mitglieder der Freien evangelischen Gemeinde Lindenberg legen selbst Hand an. „Wir erhalten keine Zuschüsse“, betont Pastor Weickel. Künftig sollen hier 180 Gottesdienstbesucher Platz finden. Außerdem entstehen im ersten Stock vier Räume für Kinder und Jugendliche.

Die Klasse 10f der Realschule Lindenberg ist Bundessieger beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung. In der Kategorie „Politik brandaktuell“ hatten 30 Mädchen und Jungen die „die Flüchtlingsproblematik“ zum Thema gemacht. Einen Teil des Preisgeldes („1.500 Euro) wollen die Schüler für den Scheidegger Verein „Freunde statt Fremde“ spenden.

In Szene gesetzt hat das Bayerische Fernsehen das neue Deutsche Hutmuseum in Lindenberg. Museumsleiterin Angelika Schreiber berichtet in der „Abendschau“ über die Herausforderung, ein Museum in ein altes Fabrikgebäude hineinzuplanen.

An der Rotkreuzklinik in Lindenberg beginnt ein Umbau. Grund dafür ist die Verlegung der Akutabteilung der Schlossberg-Klinik Oberstaufen nach Lindenberg. Für die dort nötigen zusätzlichen Betten werden Büros auf den Stationen geräumt und umgebaut. Die Ärzte werden deshalb vorübergehend in Container ausgelagert, die laut Stadtverwaltung zwei bis drei Jahre stehen bleiben.

Mit einer großen Bilderausstellung des Lindenberger Künstlers Manfred Röhrl wird das neue Druckmuseum in Weiler eröffnet. Mit 28 Werken setzt der Lindenberger dem Westallgäu, seiner Heimat, ein Denkmal.

Wechsel an der Spitze der Stadtwerke Lindenberg: Der bisherige Geschäftsführer wird in den Ruhestand verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wird Markus Mischke ernannt. Bürgermeister Eric Ballerstedt kündigt als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke den Umbau des Verwaltungsgebäudes an. Der Gewinn der Stadtwerke sei von 800.000 Euro im Jahr 2007 auf jetzt 1,5 Mio. gesteigert worden.

März

Das Gasthaus “Zum Löwen“ wird erneut geschlossen. Wolfgang Hetzel, der bisherige Pächter, vermag es wegen zu großer Belastung nicht mehr zu führen. Er wollte es zusätzlich zum Catering auf Bodensee-Schiffen betreiben, beides zusammen war aber – so die einhellige Meinung – zu viel.

Die Autoren Dr. Georg Grübel, Klaus Gietinger und Manfred Röhrl veröffentlichen vor 200 Gästen auf dem Kulturboden ihr Buch „Chapeau - das Westallgäu behütet die Welt“. Das Werk ist im Verlag Josef Fink erschienen und stellt ein umfassendes, gut recherchiertes Werk über die Lindenberger Hutgeschichte dar. – Bürgermeister E. Ballerstedt findet für die Autoren großes Lob: „Sie haben sich um Lindenberg verdient gemacht.

Im Lindenberger Kulturzentrum findet das 4. Bodensee Aerospace-Meeting statt. Bereits am Vorabend besucht die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner das Testlabor der Liebherr Aerospace Lindenberg GmbH. und wirft auch einen Blick in die neue Montagehalle, die auf 4.500 Quadratmetern an 30 Prüfständen Platz für knapp 130 Mitarbeiter bietet. Sie wurde erst im letzten Jahr bezogen.

Während andere Schulen über sinkende Schülerzahlen klagen, geht es bei der Lindenberger Sing- und Musikschule bergauf. 532 Schüler lernen hier – so Schulleiter Artur Tronsberg - ein Instrument, besuchen einen Spielkreis, die musikalische Frühförderung oder eine Singklasse. Die Musikschule hat mit der Kindertagesstätte, der Grund- und Antonio-Huber-Schule sowie der Lebenshilfe Partnerschaften gebildet.

Nach zwölf Jahren findet an der Spitze des CSU-Ortsverbandes Lindenberg ein Wechsel statt: Hannelore Windhaber löst Thomas Goebel ab.

Erich Dobler, „Lindenberger Urgestein“, feiert im Kesselhaus seinen 90. Geburtstag. Einerseits engagierter Feuerwehrler und Motor für viele gesellige Veranstaltungen wie den legendären Bunten Abenden, hat er sich auch beruflich ein Denkmal gesetzt. Er hat 1957 die Firma Südra, heute Kleiber u. Co., gegründet, die 1999 ins Gewerbegebiet Wigglis umgezogen ist.

Ingrid und Robert Held betreiben seit 25 Jahren ein aus kleinen Anfängen entstandenes Omnibusunternehmen, das über die Jahre stark angewachsen und 2004 in das Gewerbegebiet an der Hans-Liebherr-Straße umgezogen ist. 19 Busse gehören heute zur Firma.

April

Am 1. April nimmt die neue Akut-Onkologie zur Behandlung an Krebs erkrankter Patienten ihren Betrieb im Rotkreuzkrankenhaus Lindenberg auf. Um für die neuen Patientenzimmer Platz zu machen, sind bisherige Büroräume in Container auf dem Innenhof ausgelagert worden.

Weiter gestiegen ist in diesem Jahr die Zahl der Mitglieder in der Sektion des Alpenvereins Oberstaufen-Lindenberg mit Scheidegg. Der Verein zählt jetzt 3130 Bergbegeisterte.

Thomas Godhoff aus Gestratz ist der neue Kirchenmusiker in der Stadtpfarrkirche und Aureliuskirche. Er gestaltet Messen und Gottesdienste musikalisch und leitet auch den Kirchenchor, den er gerade wieder aufbaut.

Das Caritas-Seniorenzentrum St. Martin wird 50 Jahre alt. Es ist aus dem Umbau des ehemaligen Krankenhauses der Stadt Lindenberg an der Sedanstraße hervorgegangen. Zunächst das Zuhause für 43 Senioren, wurde es dann um einen Erweiterungsbau vergrößert, so dass ab 1971 110 Plätze zu Verfügung standen. Da die gesetzlichen und behördlichen Auflagen mit den Jahren nicht mehr erfüllt werden konnten, erfolgte 1999 auf dem Gelände der ehemaligen Bleicherei an der Färberstraße der Spatenstich für einen Neubau, der 2002 bezogen wurde.

Vor allem durch die Schließung des Ferienparks auf dem Nadenberg sind 2014 20 Prozent weniger Urlauber nach Lindenberg gekommen. Die 18.000 Gäste verbrachten hier 118.432 Nächte.

Huttag Huttag

Mai

Der Trachten- und Heimatverein „Mühlbachtaler“ stellt am 1. Mai auf dem Stadtplatz seinen Maibaum auf.

Geschäftsführer Bernhard Weh hebt in seinem Bericht bei der Personalversammlung klar hervor: Die Caritas-Sozialstation Westallgäu mit ihren168 Arbeitsplätzen kann getrost als mittelständisches Unternehmen bezeichnet werden. 25 Fahrzeuge sind im Einsatz. Von den Prüfern des Medizinischen Dienstes wurde die Institution in allen Bereichen mit der Note 1,0 ausgezeichnet. Das bestätigt auch eine 2014 durchgeführte Kundenbefragung.

Lindenberg steht am 17. Mai im Zeichen des Huttages, der in Verbindung mit einem verkaufsoffenem Sonntag veranstaltet wird. Als besondere Attraktion ist neben schönen Hutträgerinnen und Oldtimern auch die Künstlergruppe Art in aufwendigen Kostümen auf Stelzen unterwegs.

Die 18. Musiknacht zieht Hunderte Besucher in die Lindenberger Kneipen. Zwölf Bands machen den Menschen das Weiterziehen schwer. Zum ersten Mal bei der Musiknacht dabei ist auch das Kesselhaus.

Die Skulptur, die vor 13 Jahren an der Sedanstraße aufgestellt wurde und an die französische Partnerstadt Vallauris erinnern soll, ist in jämmerlichem Zustand: Die Farben sind verblasst, eine Reihe der bunten Kacheln aus Keramik sind locker oder abgeplatzt. Viele Lindenberger erwarten, dass sich hier bald etwas ändert.

Juni

Seinen 80. Geburtstag feiert Dr. Egon Hartmann. Der frühere Zahnarzt ist aus der Sportlandschaft im Landkreis Lindau nicht wegzudenken. Von 1972 bis 1996 und von 2000 bis 2014 war er Vorsitzender des TV Lindenberg. Zwischen seinen beiden Amtszeiten war er zum Ehrenvorsitzenden des TVL ernannt worden. Noch immer ist Hartmann als Sportkreisvorsitzender bei Jahreshauptversammlungen und Sportlerehrungen unterwegs. 2017 will er das Amt endgültig abgeben.

Das 5. Parknacht-Festival in Lindenberg beginnt mit 300 Besuchern im Stadtpark, muss dann aber wegen eines aufkommenden Gewitters ins nahe gelegene Jugendhaus verlegt werden. Hier geht das Fest mit rund 150 verbliebenen Besuchern in guter Laune weiter.

Ein halbes Jahr nach ihrem Aufenthalt in den USA haben 20 Zehntklässler des Gymnasiums in Lindenberg nun Gegenbesuch aus Saline bekommen. Die amerikanischen Schüler bleiben insgesamt zwölf Tage bei ihren Gastfamilien wohnen, um deutsche Kultur und den bayerischen Lebensstil mitzuerleben.

Die Lindenberger können Gas und Wasser auch künftig von den Stadtwerken bekommen, deren Betriebsgebäude sich an der Austraße befindet. Der Stadtrat hat die beiden auslaufenden Konzessionsverträge zwischen der Stadt und dem ortsansässigen Unternehmen einstimmig verlängert. In dem neuen Vertrag ist die Verteilung der Folgekosten neu geregelt: von bisher 50:50 auf ein Drittel (Stadt) zu zwei Dritteln.

Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH fertigt für das neue Langstreckenflugzeug Boeing 777 X ein neues System, mit dessen Hilfe die Flügelspitzen des Jets hochgeklappt werden. Damit kann das Großraumflugzeug Flughäfen ansteuern, für die es eigentlich zu groß wäre. Heiko Lütjens, bei Liebherr Aerospace zuständiger Vorstand für Technik und Entwicklung, spricht von einem „historischen Meilenstein in der Zusammenarbeit unseres Unternehmens mit Boeing“.

68 Abiturienten am Gymnasium Lindenberg haben ihr Reifezeugnis erhalten. Schulleiter Hermann Endres lobt bei der Entlassfeier die „wirklich sehr ansprechenden Ergebnisse des Jahrgangs.“

Juli

Unter Leitung ihres Dirigenten Artur Tronsberg beweist die Stadtkapelle Lindenberg mit dem stimmungsvollen Konzert „Klassiker am Waldsee“ ihre Vielseitigkeit.

Die Realschule hat eine neue Turnhalle. Nachdem die Schüler ein Jahr lang nach draußen oder in die Aula ausweichen mussten, kann der Sportbetrieb nun wieder in der eigenen Halle stattfinden. Schulleiter Walter Zwinger hat das Gebäude jetzt offiziell eröffnet.

Das Deutsche Hutmuseum erhält beim Bayerischen Museumstag im fränkischen Kulmbach den mit 20.000 Euro dotierten Bayerischen Museumspreis. Dem Hutmuseum gelinge es – so die Jury – in den ehemaligen Produktionsräumen der Hutfabrik Reich „fast 300 Jahre Hutgeschichte im Allgäu und darüber hinaus fundiert, aber ebenso spannend, ästhetisch und auch spielerisch zu vermitteln.“ Angelika Schreiber, die Leiterin des Hutmuseums, wertet die Auszeichnung als „starkes Signal an Lindenberg und die Region“, etwas Besonderes geschaffen zu haben.

Aufgrund von Wetterschwierigkeiten muss das diesjährige Lindenberger Stadtfest größtenteils abgesagt werden.

Liebherr-Aerospace hat an seinem Standort in Lindenberg ein neues Parkhaus in Betrieb genommen. Jetzt wird die früher als Parkplatz genutzte Fläche teilweise bebaut. Die Arbeiten zur Erweiterung der Logistik für die Oberflächenbehandlung haben bereits begonnen.

Schlussrechnung: Das neuste Schmuckstück der Stadt, das Kulturzentrum mit Deutschem Hutmuseum, kostet unterm Strich 10,6 Millionen Euro und damit eine Million Euro mehr als anfangs geplant. Nach Abzug aller Zuschüsse zahlt die Stadt Lindenberg 3,6 Millionen Euro aus eigener Kasse. Einige Stadträte kritisieren die Mehrkosten, andere können damit leben.

August

Lindenberg hat wieder die 11.000-Einwohner-Marke überschritten. 11017 Menschen wohnten Mitte 2014 in der Stadt, gut 1000 mehr als bei der Volkszählung 1970.

Der Historiker und Journalist Armin Dorner wird als Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden neuer Leiter des Lindenberger Geschichts- und Museumsvereins (GMV). Er kündigt eine Neuausrichtung des Vereins an. Zu seinen Plänen gehören u.a. ein neues Stadtarchiv, ein öffentlichkeitswirksamer Heimatpreis, der alljährlich an Personen, Vereine oder Organisationen verliehen werden soll, wenn sie sich in einem Projekt mit der Geschichte der Stadt auseinandersetzen.

72 Flüchtlinge leben derzeit in Lindenberg. Die Zahl – so die Prognose - wird in den kommenden Wochen und Monaten deutlich steigen. Die Stadt plant deshalb den Bau eines Flüchtlingsheims in Lindenberg-Goßholz. Zudem hat die Kreisbehörde in Lindenberg ein komplettes Anwesen sowie eine Wohnung und 4 Appartements angemietet.

In der Lindenberger Innenstadt findet bei reger Beteiligung das alljährliche Käsefest statt. Zahlreiche internationale Käsesorten, aber auch andere Spezialitäten aus vielen europäischen Ländern werden angeboten. Auch die neue Bürgermeisterin der Partnerstadt Vallauris, Michelle Salucki, ist mit zwölf Franzosen zu Gast und genießt das internationale Flair.

September

An der Kreuzung von Haupt-/Blumen- und Bräuhausstraße ist die Durchfahrt nicht mehr möglich. Grund sind Kanalarbeiten, die im Zuge der Sanierung und Verbreiterung der Blumenstraße abgewickelt werden. Auch das Straßenstück zwischen Hauptstraße und Aral-Tankstelle muss gesperrt werden. Fünf Wochen lang ist es damit nicht mehr möglich, auf der Hauptverkehrsachse quer durch die Stadt zu fahren. Bis 19. Oktober prägen Sperrungen, Umleitungen und teils neue Einbahnstraßenregelungen den Verkehr in Lindenberg. Das umfangreiche Straßenbauprojekt, das bis 19. Oktober dauern soll, kostet die Stadt insgesamt rund eine Million Euro.

Eine 33-köpfige Abordnung aus Lindenberg, an ihrer Spitze Bürgermeister Eric Ballerstedt, ist zu Gast in der amerikanischen Partnerstadt Saline (Michigan). Auf sie wartet ein abwechslungsreiches Programm: Sie erhalten u.a. Einblick in die US-Bildungslandschaft und besuchen die „University of Michigan“ mit ihren 40.000 Studenten. Joe Faber, ein ehemaliger Mitarbeiter von Liebherr-Aerospace Lindenberg, führt sie durch das Liebherr-Werk von Saline.

In Lindenberg gibt es am 25. September erstmals eine lange Einkaufs- und Museumsnacht, bei der bis 23 Uhr gebummelt werden kann. Die Leistungsgemeinschaft bietet zu ihrem 40-jährigen Bestehen ein großes Gewinnspiel.

Der Stadt liegen konkrete Pläne eines Investors für eine Nutzung des Bayernparks auf dem Nadenberg vor. Vorgesehen sind demnach ein Hotel, Chalets und in geringem Umfang auch eine Nutzung für eine Wohnbebauung. Wie Dritter Bürgermeister Michael Wegscheider bei einer Infoveranstaltung erklärt, kommt eine Unterbringung von Flüchtlingen nicht in Frage. Außerdem sei das 20 Hektar große Areal die letzte große Entwicklungsfläche der Stadt.

Das „Kesselhaus“, neben Hutmuseum, Tourist-Information und Veranstaltungsraum ein maßgeblicher Bestandteil des Gesamtkonzepts „Kulturfabrik“, sucht nach nur 10 Monaten einen neuen Pächter. Der 26-jährige bisherige Wirt Sascha Bulander kehrt aus eigenen Gründen wieder in ein Angestelltenverhältnis zurück. Der Meckatzer Löwenbräu als Pächter der Stadt arbeitet mit Hochdruck daran, einen neuen Betreiber für das „einzigartige Gastronomieobjekt“ zu finden.

Eines der traditionsreichsten Gasthäuser in Lindenberg hat wieder einen Pächter gefunden: Jessica Schumann und Norbert Huber, zwei Münchner, übernehmen den „Löwen“. Sie bewirten auch den angebundenen städtischen Löwensaal, der bei Restaurantbetrieb und mit Theaterbestuhlung bis zu 450 Gästen Platz bietet.

Nächtlicher Empfang für 286 Flüchtlinge, die mit Bussen zur Dreifachturnhalle gekommen sind. Sie werden mit geschätzten 300 Umzugskartons voller Kleiderspenden versorgt und nach gut einer Woche in ganz Deutschland verteilt.

Kulturamtsleiterin Kathrin Felle hat für die Lindenberger Kulturtage wieder ein breites Programm zusammengestellt. Von Konzert, Kabarett, Ausstellung bis hin zu Kino und Museumsnacht ist eine Menge geboten. Auch ein Poetry Slam geht vor vollem Haus über die Bühne.

Oktober

Der Allgemeine Begräbnisverein VVaG Lindenberg, der seit 90 Jahren besteht, wird dieser Tage aufgelöst. Gründe sind niedrige Zinsen und immer weniger Mitglieder. Das Vermögen des Vereins beläuft sich auf rund eine Million Euro. End 2014 hatte der Verein 2097 Mitglieder. Davon sind 15 Prozent über 80 Jahre alt und müssen keinen Beitrag zahlen. Bei Auflösung des Begräbnisvereins erhalten die Mitglieder –soweit möglich - ihre eingezahlten Beiträge wieder zurück.

Das seit einiger Zeit geschlossenen Gasthaus Schönblick im Lindenberger Ortsteil Ried wird zur kirchlichen Versammlungsstätte. Einziehen wollen die Siebenten-Tages- Adventisten, die schon längere Zeit auf der Suche nach einer neuen Heimstätte waren. Die künftige Nutzung der Gastraumes samt Saal kommt - so Stadtbaumeisterin Marlen Walser - einer Gaststättennutzung am nächsten.

Das Seniorenzentrum St. Martin darf seit diesem Jahr das Kneipp-Zertifikat tragen. Dahinter steht die Integration der Kneipp’schen Lehre in das Konzept des Hauses. Dazu gehören u.a. das soziale Miteinander, die Förderung der Bewegung sowie belebende Wasseranwendungen. Leiterin Margot Migoni erhält von der Vorsitzenden des Bayerischen Kneipp-Bundes, Ingeborg Pongratz, Urkunde und Plakette.

Das Söldnerhaus an der Hansenweiherstraße ist winterfest gemacht worden. Als Sicherungsmaßnahmen wurden neue Fundamente gesetzt, Träger im Innern erneuert und das Haus von außen abgestützt. „Es könnte fünf, sechs Jahre halten“, beschreibt Stadtbaumeisterin Marlen Walser die Wirkung der Sicherungsmaßnahmen. Ein Arbeitskreis soll sich Gedanken über die mögliche zukünftige Nutzung machen.

Der Lindenberger Werner Specht – Maler, Musiker, und Poet – erhält eine der bedeutendsten Ehrungen in Schwaben. Die Rupert-Gabler-Stiftung zeichnet ihn im Immenstädter Schloss mit dem großen Kulturpreis aus. Aus diesem Anlass ist in der Schlossremise eine Ausstellung seiner Werke unter dem Titel „Lichtblicke“ zu sehen.

November

Vor zahlreicher politischer Prominenz erhält der Fraktionsvorsitzende der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, aus den Händen des Lindenberger Ortsvorsitzenden Leo Wiedemann den diesjährigen Sozialistenhut. Der SPD-Kreisverband Lindau vergibt ihn alljährlich an eine Persönlichkeit, die wegen ihrer politischen Überzeugung auch einmal „gegen den Strom schwimmt.“ Die Laudatio hält die Preisträgerin des Vorjahres, die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: Raed Saleh zeige, wie Integration in Deutschland funktioniere. Der neue Preisträger bedankt sich in einer Dankesrede für die Ehre und stellt zum Thema „Flüchtlinge“ fest, man dürfe die Debatte nicht anderen überlassen, sondern müsse sie selbst führen. Richtschnur einer „Leitkultur“ sei eine gewaltfreie Erziehung der Kinder und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Deutschland habe aus seiner Geschichte gelernt. Und diese Geschichte gelte es auch den Migranten zu vermitteln.

Margot Migoni, die Leiterin des Lindenberger Seniorenzentrums St. Martin, erfährt bei ihrer Verabschiedung von allen Seiten große Anerkennung für ihr langjähriges Wirken. Gleichzeitig übergibt sie den Stab an ihren Nachfolger Johann Schaule.

Knapp 2000 Interessierte haben die Westallgäuer Kunstausstellung 2015 im Löwensaal gesehen. Die Jury um Helmut Caprano hat in diesem Jahr strenger aussortiert und mit 95 Werken von 61 Künstlern die Fülle der Werke etwas eingedämmt. 400 Besucher gaben für den Publikumspreis ihre Stimme ab. Das Ölbild „Eingesperrt“ von Kesimir Crash Vorich erhielt die meisten Stimmen.

Acht Gemeinden aus dem Landkreis Lindau haben sich am Wettbewerb „Unser Friedhof. Ort der Würde, Natur und Kultur“ beteiligt. Der über der Stadt Lindenberg liegende, über 40 Jahre alte Bergfriedhof landet hinter Stiefenhofen und Oberreute auf dem dritten Platz. Wie Gartenfachberater Bernd Brunner urteilte, sei der Friedhof mit seiner Schlichtheit, der Einbeziehung alten Baumbestandes und der maximalen Begrenzung der Pflanzfläche schon immer etwas Besonderes gewesen. Er hob auch die herausragende Architektur der Aussegnungshalle und die neue Urnengemeinschaftsanlage hervor.

Seit vielen Jahren bietet die Partnerschaft der Stadt Lindenberg mit der amerikanischen 40.000-Einwohner-Stadt Urbandale den Zehntklässlern des Gymnasiums die Möglichkeit, den „American Way of Life“ mitzuerleben. Auch dieses Jahr waren 20 Schüler und Schülerinnen für drei Wochen bei Gastfamilien untergebracht.

Vor 120 Gästen stellt die Dialekt-Hoschtube des Geschichts- und Museumsvereins Lindenberg in der Volksbank-Galerie das Büchlein „Echt Allgäu“ vor. Es trägt den Untertitel „Leased, losed und lueged , schwätzed und lached“. 120 Gäste sind bei der Präsentation anwesend.

Dezember

Vor der Kulisse der Stadtpfarrkirche in der Goethe- und Rathausstraße findet der Lindenberger Adventmarkt statt. Rund 30 Vereine, soziale Einrichtungen sowie gewerbliche Anbieter bieten Geschenk- und Dekoartikel sowie Selbstgebasteltes, Speisen und Getränke an.

Nachdem im Vorfeld viele Bürger am neuen Hutmuseum gezweifelt haben, ist jetzt nach vielen Sitzungen, Debatten, Diskussionen und Verzögerungen im Bau ein langer Weg erfolgreich überwunden. Das beweist auch der Bayerische Museumspreis, den die Museumsleiterin Angelika Schreiber dieser Tage entgegennehmen kann. Das Preisgeld von 20 000 Euro dient u.a. dazu, verschiedene Stationen technisch zu verbessern, ein Depot anzulegen sowie Möglichkeiten für die Fortbildung der Mitarbeiter zu schaffen.

Führungswechsel bei der Feuerwehr Lindenberg: Marcus Schneider folgt Heribert Mayr als Kommandant nach, der das Amt seit 18 Jahren innehatte. Neuer stellvertretender Kommandant wird Andreas Gsell.

Der Förderverein Caritas-Seniorenzentrum St. Martin, 1998 von einhundert Frauen und Männern gegründet, zählt im Jubiläumsjahr „ 50 Jahre St. Martin in Lindenberg“ 515 Mitglieder. Durch die vielen Veranstaltungen, die auf seine Initiative hin im Seniorenzentrum stattfinden, kommen die Bewohner mit der Öffentlichkeit in Kontakt. Besonders gefördert werden auch zusätzliche therapeutische Maßnahmen.

Die Freie evangelische Gemeinde Lindenberg hat in 2 Jahren Bau- und Planungszeit aus dem früheren Fenebergmarkt ein eigenes einladendes Kirchengebäude gemacht. Zahlreiche Mitglieder und Freunde haben mehr als 1600 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit in die elfmonatige Umbauphase investiert. Die Festpredigt zur Einweihung hält Pastor Ansgar Hörsting, Präses aller 450 Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland.

Nachdem der Traditionsgasthof „Goldener Adler“ in Goßholz nur noch als Pension genutzt wurde, hat sich jetzt mit dem Jungunternehmer Ferdinand Schrenk ein neuer Inhaber gefunden. Er würde die Gastronomie mit regionaler Küche gerne wieder aufleben lassen, allerdings sei es schwer - so seine Erfahrung - einen guten Kochnachwuchs mit eigenen Ideen zu finden.

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Letzte Änderung: 25.08.2016 / 15:59 Uhr
Ausgedruckt am 23.04.2018 / 09:47